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Das Pferdegrab

Dies ist die Grabstätte der Familie van Delden auf dem Gut Welp. Hier sind die Familienmitglieder der Ahauser Fabrikantenfamilie van Delden begraben. Dieser Friedhof wird auch heute noch als Begräbnisstätte für die Nachkommen der Familie van Delden genutzt.
Ca. 50 m rechts der Grabstätte befindet sich das Grab des Reitpferds Elteka (Rufname „Thea“) welches 1935 hier beerdigt wurde.
So war es am 23.03.1935 in der Ahauser Kreiszeitung zu lesen:
„Schicksalhafte Geschichte eines Ahauser Kriegspferdes.“
Überall an den Fronten des Weltkrieges leisteten Kriegspferde einen unverzichtbaren Dienst. In diesem Zusammenhange dürften die Leser die Geschichte eines Kriegspferdes aus Ahaus interessieren, das vor kurzem durch Erschießen von seinem Leid erlöst wurde. Dieses Pferd namens „Etelka“ war bis zum Ausbruch des Krieges im Besitz des Fabrikanten Theo Oldenkott, der als Kriegsfreiwilliger 1916 den Heldentod starb.
Bei der Mobilmachung ging es in den Besitz von Fritz van Delden über. Van Delden nahm als Batterieführer das Pferd mit ins Feld und es machte den großen Vormarsch in Frankreich mit. Von dort nach Gallizien und wieder in die Stellungskämpfe nach Frankreich. 1918 musste das Pferd dann wieder bei den harten Offensiven 1918 seinen Dienst zur Verfügung stellen. Sein Herr, Fritz van Delden, starb als Hauptmann* am 27.5.1918 den Heldentod fürs Vaterland. Ein Bruder des Gefallen, Erich van Delden, der im selben Artillerieregiment den Feldzug mitmachte, nahm nach dem Waffenstillstand das Pferd mit nach Hause. Es hat somit den ganzen Weltkrieg vom ersten bis zum letzten Tag mitgemacht und wurde im Ganzen dreimal verwundet. Seine Treue hat es immer wieder bewiesen, wie als van Delden das Pferd angebunden an einem Baum, eine Fluß zwecks Aufklärung überquerte. Als er wiederkam war das Pferd weg. Es hatte sich losgerissen und war zur Batterie zurückgekehrt um seinen Herren zu suchen. Nach dem Kriege erhielt das Pferd auf dem Deldenschen Gut Welp bei Alstätte sein Gnadenbrot. Es
wurde 30 Jahre alt. Nun ruht Etelka unweit der Grabstelle seines Herrn, der von Frankreichs Erde zu dem stillen
Heidegrab auf Gut Welp, kurz nach dem Krieg überführt wurde.“
-gekürzt-

Diese Station ist Teil der 900 Jahre Jubiläums Fahrrad Tour. Schaut euch auch gerne die anderen Stationen an:

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