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Holzschuhdorf

Wessum gilt als das „Holzschuhdorf“ im Münsterland. Der Ursprung liegt in einem jahrhundertealten Handwerk, das in Wessum fest etabliert war. Die Entwicklung war von besonderem Ausmaß.

Die Holzschuhmacherkunst geht weit in die Geschichte zurück und ist eine Frühform menschlicher Bekleidung.

Die Verbreitung im Münsterland war typisch und von besonderer Bedeutung. Das Produkt „Holzschuh“ entwickelte sich aus einem Material, das die Natur hergab und entsprach den Anforderungen des hiesigen Klimas, der nasskalten Witterung und der feuchten Böden. Das dafür notwendige Pappelholz war in genügendem Maße vorhanden. Nur selten wurde Weidenholz verwendet.

Holzschuhe wurde immer und überall getragen und war „das Schuhwerk“ für Arbeit, Schule, Kirche und Freizeit.

Etwa seit dem Jahre 1700 wurden in Wessum Holzschuhe, sogenannte „Klumpen“, gemacht. Die Blütezeit erlebte Wessum in den 1930er Jahren. In nahezu jedem zweiten Haus war eine Holzschuhmacherwerkstatt untergebracht. Es gab 75 selbstständige Holzschuhmacher und die Fa. Dües war mit etwa 200 Beschäftigten der größte Hersteller von Holzschuhen in Deutschland.

Holzschuhe wurden für den Eigenbedarf und für den Export gefertigt. Viele Handwerker waren im Haupt- oder Nebenerwerb beschäftigt und die Arbeit erforderte einen hohen körperlichen Einsatz.

Durch die spätere Mechanisierung und wegen mangelnder Nachfrage ging die Produktion zurück.

Um die Jahrtausendwende gab es in Wessum nur noch drei selbstständige Holzschuhmacherbetriebe.

In Erinnerung an die Bedeutung des Holzschuhmacherhandwerkes errichtete der Heimatverein Wessum anlässlich des 25jährigen Bestehens des Heimatvereins im Jahr 1992 ein Holzschuhmacherdenkmal.

Diese Station ist Teil der 900 Jahre Jubiläums Fahrrad Tour. Schaut euch auch gerne die anderen Stationen an:

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