Mühlsteine „Schlao-Mölle“
Die Ölmühle „Schlao-Mölle“ stand früher auf dem Hof Temming in Wessum-Averesch. Ihr Ursprung geht ins 18. Jahrhundert zurück. Die Mühle wurde genutzt für den Eigenbedarf und als Lohnbetrieb.
Bei den Mühlsteinen handelt es sich um einen sogenannten Kollergang. Das Besondere ist, dass die Steine nicht wie in einer Getreidemühle lagen, sondern aufrecht standen und im Mahlbetrieb rundum in einer Art Wanne liefen. Die Wanne fing das gepresste Öl auf und konnte von dort abgefüllt werden.
Vermahlen wurden Rapssaat und Flachssamen. Die Mühle wurde durch ein Göpel / ein Ochsengespann angetrieben. Die Originalmechanik bestand aus Holz und existiert leider nicht mehr. Die hier verbaute Stahlmechanik stammt aus einer Getreidemühle, die ebenfalls auf dem Hof Temming gestanden hat.
Bis etwa 1890 wurde die Ölmühle betrieben. Im Zuge der allgemeinen Automatisierung wurde die Mühle stillgelegt und das Gebäude anderweitig genutzt. Im Jahr 2000 wurde die „Schlao-Mölle“ abgerissen.
Die Mühlsteine und die Mechanik wurden dem Heimatverein Wessum von der Familie Temming als Dauerleihgabe überlassen.
Eine ähnliche Ölmühle kann heutzutage noch im Freilichtmuseum Erve Kots, Lievelde, Niederlande besichtigt werden. Auf den Bildern sind der Göpel und der Kollergang zu sehen.




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